Ein ganz besonderer Schultag im Zeichen des Waldes

Nortrup   –   Ein unvergessliches Erlebnis erwartete die 116 Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis 4 der Grundschule Nortrup: Die große Waldrallye auf dem Hof von Peter Boger. Bereits um 8 Uhr trafen die Kinder gemeinsam mit ihren Klassenlehrerinnen per Fahrrad ein und wurden feierlich von den Jagdhornbläsern begrüßt. In sieben bunt gemischte Gruppen aufgeteilt, begaben sich die Kinder auf eine Entdeckungstour durch insgesamt sieben lehrreiche und liebevoll gestaltete Stationen – jeweils 15 Minuten blieben pro Station, mit kurzen Wechselpausen dazwischen.

An Station 1 staunten die Kinder über einen Anhänger voller Tierpräparate – ganze 65 Exemplare galt es zu erraten, bevor sie spannende Erklärungen über die Tiere bekamen. In Station 2 war Köpfchen gefragt: Ein kniffliges Memoryspiel forderte die Kinder heraus, Waldtiere aus vier passenden Kartenteilen zusammenzusetzen. Ein wichtiges Umweltthema erwartete die Gruppen an Station 3: Beim Müllsortieren erfuhren die Kinder, was nicht in den Wald gehört und welche Abfälle in welche Tonne gehören. Unterstützt wurde das mit einem informativen Flyer der AWIGO.

Besonders naturkundlich wurde es an Station 4, wo Förster Frank Sitterberg unter fachkundiger Leitung Bäume und Sträucher erklärte. Jedes Kind erhielt als Geschenk das 94-seitige Nachschlagewerk „Entdecke den Wald“ – ideal für spätere Entdeckungen im Unterricht oder zu Hause. 

An Station 5 präsentierten sich jagdlich geführte Hunde. Die Kinder lernten, welche Aufgaben Jagdhunde übernehmen und welche besonderen Fähigkeiten sie besitzen. Weiter ging es zu Station 6, wo die Entwicklung von Hirschgeweihen im Laufe des Jahres und Lebens auf anschauliche und spielerische Weise erklärt wurde.

Ein echtes Highlight war die letzte Station: Mit Drohne und einem präparierten Rehkitz demonstrierten die Jäger eindrucksvoll, wie Kitze bei der Mahd im hohen Gras entdeckt und gerettet werden.

Nach dem lehrreichen Vormittag gab es zur Stärkung eine Bratwurst – auf Wunsch auch vegan – und ein kühles Getränk. Als besonderes Andenken erhielt jedes Kind einen „Kinderjagdschein“, der für strahlende Kinderaugen sorgte.

Zum Abschluss versammelten sich alle – 116 Kinder, 8 Lehrkräfte, 4 begleitende Elternteile und 12 engagierte Jäger – im großen Abschlusskreis. Schulleiterin Frau Köhler bedankte sich mit einem liebevoll gestalteten Dankesgedicht im A3-Format. Besonders rührend: Ein Kind hatte eigens für die Waldrallye in den Wochen zuvor das Fahrradfahren gelernt.

Die Kinder traten voller Eindrücke und neuem Wissen die Rückfahrt zur Schule an – ein Tag, der sicher noch lange in Erinnerung bleibt.

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Am 10. April 2026 fand im See- und Sporthotel in Ankum die diesjährige Jahreshauptversammlung der Jägerschaft Bersenbrück statt. Die 1. Vorsitzende Silke Plog eröffnete die Versammlung und begrüßte rund 250 Mitglieder sowie zahlreiche Ehrengäste. Begleitet wurde die Versammlung musikalisch durch die Jagdhornbläsergruppe des Hegering Neuenkirchen. Sehr erfreulich war hier die Beteiligung vieler Jugendlicher, so dass die Gruppe mit über 20 Bläsern teilnahm. Grußworte der Ehrengäste Der Bürgermeister der Gemeinde Ankum hob die gute Zusammenarbeit mit der Jägerschaft hervor – insbesondere im Hinblick auf die Gänseproblematik am Ankumer See und an den Gewässern herum. Landrätin Anna Kebschull zeigte sich beeindruckt vom Engagement der Jägerinnen und Jäger: Die ehrenamtliche Arbeit sei „eine wichtige Aufgabe, die in der Gesellschaft häufig nicht gesehen wird“. Gleichzeitig bat sie um Verständnis, wenn Entscheidungen im Kreishaus aufgrund verschiedener Interessenlagen manchmal mehr Zeit benötigen – betonte jedoch, dass im Landkreis stets gut abgewogene Lösungen gefunden würden. Auch Christian Calderone und Lutz Brinkmann richteten Worte an die Versammlung. Jahresbericht der Vorsitzenden In ihrem Bericht stellte Silke Plog die Bedeutung der Jagd-Ethik in den Mittelpunkt. Jede Jägerin und jeder Jäger trage Verantwortung – insbesondere als Vorbild innerhalb und außerhalb der Jagdgemeinschaft. Streckenbericht des Kreisjägermeisters Der jährliche Streckenbericht bot erneut spannende Einblicke in die Tierwelt des Osnabrücker Nordkreises: Hase: Der Bestand entwickelt sich erfreulich positiv; Myxomatose-Fälle spielen in der Region kaum eine Rolle. Nutria: Mit über 3.000 erlegten Nutria wurde eine Rekordstrecke erreicht – sehr zur Freude des Wasserverbandes, da diese invasive Art weiterhin massive Schäden an Deichen, Gräben und Wegen verursacht. Waschbär: Die Strecke hat sich im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. Trotz ihres harmlosen Erscheinungsbildes stellen Waschbären eine erhebliche Gefahr für heimische Vogelarten und Bodenbrüter dar und besitzen keine natürlichen Feinde. Finanzen und Entlastung des Vorstandes Schatzmeisterin Anke Specht stellte die vielfältigen Naturschutzprojekte vor, die über die Kreisjägerschaft finanziert werden. Die Kassenprüfer bestätigten eine einwandfreie Kassenführung, woraufhin der Vorstand einstimmig entlastet wurde. Beitragserhöhung der Landesjägerschaft Niedersachsen Mit Spannung erwartet wurde der Bericht eines Vertreters der Landesjägerschaft, der die geplante Beitragserhöhung der LJN erläuterte. Die Pläne hatten im Vorfeld für Diskussionen gesorgt. Nach ausführlicher Begründung wurde die Erhöhung mit deutlich großer Mehrheit beschlossen. Ehrung für besondere Verdienste Für sein langjähriges Engagement und seine besonderen Verdienste um die Jagd wurde Heiner Osterloh aus Badbergen Grönloh feierlich geehrt. Besondere Abschüsse waren in diesem Jahr Stärkster Damhirsch: Henrik Wilke Lütke (Berge) Stärkster Bock: Hartwig Sudhaus Middendorf (Badbergen) Abnormer Bock: Helmut Lange (Balkum) Alte Böcke: Heinrich Stolte (Grafeld) und Henrik Schmiemann (Berge)