Erfolgreiches Comeback an der Telgkamps Mühle: Offener Übungsabend der Jagdhornbläser begeistert

Gelungenes Revival: Die Jagdhornbläser Nortrup-Kettenkamp lassen eine alte Tradition aufleben und bringen Bläser über die Reviergrenzen hinaus zusammen.

 

Kettenkamp. Wenn das Signal „Sammeln der Jäger“ und „Begrüßung“ durch das idyllische Gelände der Telgkamps Mühle schallt, dann ist das weit mehr als nur ein musikalischer Auftakt. Es ist das Zeichen, dass eine liebgewonnene Tradition im Hegering Nortrup-Kettenkamp zu neuem Leben erweckt wurde. Am Donnerstagabend, den 02.07.2026 luden die Jagdhornbläser ab 19:00 Uhr zum offenen Übungsabend ein, um das gemeinsame Musizieren und die Geselligkeit über die Reviergrenzen hinaus zu fördern.

 

Ein Blick zurück: Die Wurzeln des offenen Übungsabends

 

Die Idee hinter der Veranstaltung ist nicht neu, sondern feierte quasi ein kleines Revival. Vor rund 15 Jahren wurde der erste offene Übungsabend von Christoph Stegemann ins Leben gerufen – damals noch am Draisinenbahnhof im Bruch. Das Ziel war schon damals, die Jägerschaften zusammenzubringen, gemeinsam zu musizieren und einen gemütlichen Austausch zu pflegen. Zu den Pionieren gehörten die Jägerschaften aus Kettenkamp, Nortrup, Bockraden und Renslage. Nachdem die Tradition zwischenzeitlich einschlief, war es dem neuen Obmann Bennet Burlage und den Jagdhornbläsern ein großes Anliegen, dieses Event wieder ins Leben zu rufen.

 

Nachdem Christoph Stegemann das Amt des Obmanns stolze 24 Jahre lang mit großem Engagement ausgeführt hatte, übergab er nach dem 40-jährigen Jubiläum 2024 die Bühne schrittweise an die jüngere Generation. Nach einer zweijährigen Übergangsphase wurde Bennet Burlage im März 2026 zum neuen Obmann gewählt – und setzt nun direkt eigene, frische Impulse.

 

Jagdliche Klänge und Begeisternder Nachwuchs

 

Wie lebendig die Truppe ist, zeigte sich im musikalischen Programm des Abends. Den Auftakt machten die erfahrenen Bläser des Hegerings, bevor Patrick Baranowski die Gäste und die angereisten Jagdhornbläser aus Ankum und Menslage begrüßte. Während die Musiker eine kurze Verschnaufpause einlegten, lockte der Duft von frischen Wild- und Bratwürstchen die Besucher an den Grill.

 

Das Highlight nach der Pause: der Auftritt der sechs neuen Einsteiger. Gemeinsam mit der Stammbesetzung bliesen sie drei Stücke und ernteten großen Applaus. Obmann Bennet Burlage sparte nicht mit Lob:

 

„Die geben richtig Gas und üben fleißig zu Hause. Das merkt man sofort und genau deswegen macht es allen so viel Spaß!“

 

Besonders stolz ist der Verein auf die Entwicklung im Jugendbereich. Mittlerweile gibt es eine eigene Kinder- und Jugendgruppe, die mit zehn Kindern restlos ausgebucht ist. Um künftig noch mehr lernbegeisterte Kinder aufnehmen zu können, wurde an der Getränkeausgabe eine Spendenaktion ins Leben gerufen. Ein selbstgemaltes Bild eines Kindes wies auf ein Sparschwein hin – die gesammelten Spenden fließen direkt in die Anschaffung neuer Jagdhörner für den Nachwuchs.

 

Ein großes Dankeschön und ein starkes Finale

 

Ein großes Dankeschön richtete Bennet Burlage an alle freiwilligen Helfer, seine Jagdhornbläser sowie an den Heimatverein Kettenkamp, der unter anderem die wunderschöne Kulisse der Telgkamps Mühle zur Verfügung gestellt hatte.

 

Nach der Pause verwandelte sich die Veranstaltung in ein großes Gemeinschaftskonzert: Alle anwesenden Gäste, die ein Jagdhorn im Gepäck hatten, wurden aufgefordert, gemeinsam zu spielen. Nach mehreren Zugaben ließen die Bläser aus Ankum und Menslage den Abend mit einigen Stücken ausklingen. Bei kalten Getränken, herzhafter Bratwurst und anregenden Gesprächen ging ein rundum gelungener Abend in den späten Stunden gesellig zu Ende.

 

Möchtest du auch einsteigen?

 

Die Jagdhornbläser freuen sich über jeden, der Lust hat mitzumachen. Die Übungsabende finden immer donnerstags statt:

• Einsteiger: ab 19:15 Uhr

• Alle Bläser: ab 19:45 Uhr

• Ort: Im wöchentlichen Wechsel zwischen dem Musikverein Nortrup e.V. und der Telgkamps Mühle in Kettenkamp.


13. Oktober 2026
Waldrallye für die Grundschule Kettenkamp – ein Tag voller Natur, Wissen und Erlebnisse
16. September 2026
Drohnenabschluss in Berge – starkes Finale einer tollen Saison
2. September 2026
Praxisabend „Erste Hilfe am Jagdhund“ – Wissenswertes für den Ernstfall
18. August 2026
Jungjägerkurs 2026
1. Juni 2026
Starker Auftritt der Bersenbrücker Junioren – Platz fünf im Landesvergleich
4. Mai 2026
Kreismeisterschaft der Jägerschaft Bersenbrück 2026 Mannschaften und Einzelschützen überzeugen auf ganzer Linie
von Carsten Hummert • 30. April 2026
Jungjägercup der Kreisjägerschaft Bersenbrück
30. April 2026
Erste Rehkitze gesetzt: Jägerschaften veröffentlichen aktuelle Kontaktliste zur Rehkitzrettung vor Beginn der Mähsaison
23. April 2026
Am 10. April 2026 fand im See- und Sporthotel in Ankum die diesjährige Jahreshauptversammlung der Jägerschaft Bersenbrück statt. Die 1. Vorsitzende Silke Plog eröffnete die Versammlung und begrüßte rund 250 Mitglieder sowie zahlreiche Ehrengäste. Begleitet wurde die Versammlung musikalisch durch die Jagdhornbläsergruppe des Hegering Neuenkirchen. Sehr erfreulich war hier die Beteiligung vieler Jugendlicher, so dass die Gruppe mit über 20 Bläsern teilnahm. Grußworte der Ehrengäste Der Bürgermeister der Gemeinde Ankum hob die gute Zusammenarbeit mit der Jägerschaft hervor – insbesondere im Hinblick auf die Gänseproblematik am Ankumer See und an den Gewässern herum. Landrätin Anna Kebschull zeigte sich beeindruckt vom Engagement der Jägerinnen und Jäger: Die ehrenamtliche Arbeit sei „eine wichtige Aufgabe, die in der Gesellschaft häufig nicht gesehen wird“. Gleichzeitig bat sie um Verständnis, wenn Entscheidungen im Kreishaus aufgrund verschiedener Interessenlagen manchmal mehr Zeit benötigen – betonte jedoch, dass im Landkreis stets gut abgewogene Lösungen gefunden würden. Auch Christian Calderone und Lutz Brinkmann richteten Worte an die Versammlung. Jahresbericht der Vorsitzenden In ihrem Bericht stellte Silke Plog die Bedeutung der Jagd-Ethik in den Mittelpunkt. Jede Jägerin und jeder Jäger trage Verantwortung – insbesondere als Vorbild innerhalb und außerhalb der Jagdgemeinschaft. Streckenbericht des Kreisjägermeisters Der jährliche Streckenbericht bot erneut spannende Einblicke in die Tierwelt des Osnabrücker Nordkreises: Hase: Der Bestand entwickelt sich erfreulich positiv; Myxomatose-Fälle spielen in der Region kaum eine Rolle. Nutria: Mit über 3.000 erlegten Nutria wurde eine Rekordstrecke erreicht – sehr zur Freude des Wasserverbandes, da diese invasive Art weiterhin massive Schäden an Deichen, Gräben und Wegen verursacht. Waschbär: Die Strecke hat sich im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. Trotz ihres harmlosen Erscheinungsbildes stellen Waschbären eine erhebliche Gefahr für heimische Vogelarten und Bodenbrüter dar und besitzen keine natürlichen Feinde. Finanzen und Entlastung des Vorstandes Schatzmeisterin Anke Specht stellte die vielfältigen Naturschutzprojekte vor, die über die Kreisjägerschaft finanziert werden. Die Kassenprüfer bestätigten eine einwandfreie Kassenführung, woraufhin der Vorstand einstimmig entlastet wurde. Beitragserhöhung der Landesjägerschaft Niedersachsen Mit Spannung erwartet wurde der Bericht eines Vertreters der Landesjägerschaft, der die geplante Beitragserhöhung der LJN erläuterte. Die Pläne hatten im Vorfeld für Diskussionen gesorgt. Nach ausführlicher Begründung wurde die Erhöhung mit deutlich großer Mehrheit beschlossen. Ehrung für besondere Verdienste Für sein langjähriges Engagement und seine besonderen Verdienste um die Jagd wurde Heiner Osterloh aus Badbergen Grönloh feierlich geehrt. Besondere Abschüsse waren in diesem Jahr Stärkster Damhirsch: Henrik Wilke Lütke (Berge) Stärkster Bock: Hartwig Sudhaus Middendorf (Badbergen) Abnormer Bock: Helmut Lange (Balkum) Alte Böcke: Heinrich Stolte (Grafeld) und Henrik Schmiemann (Berge)
von Klaus Overbeck • 3. April 2026
Die Jägerschaft Bersenbrück gratuliert herzlich zur bestandenen Jägerprüfung! Bereits am 23. Oktober 2025 fiel beim Infoabend der Startschuss für den diesjährigen Kurs. Über ein halbes Jahr hinweg trafen sich die Jagdscheinanwärter/innen zweimal wöchentlich, um sich intensiv auf die Prüfungen vorzubereiten. Neben umfangreicher Theorie standen auch Schießfertigkeiten und viele weitere Fachgebiete auf dem Programm. Die Ausbildung umfasste dabei ein breites Spektrum jagdlicher Inhalte – von Wildbiologie, Naturschutz und Jagdpraxis über Waffenrecht und Unfallverhütung bis hin zu Jagdhundewesen und Jagdbetrieb. Entsprechend vielseitig gestaltete sich auch die Prüfung, die aus einer Schießprüfung, einem schriftlichen Teil sowie einer mündlich-praktischen Prüfung besteht. Im Januar wurde die Schießprüfung abgelegt. In der Karwoche folgten schließlich die schriftlich und mündlichen Prüfungen. Am Abend des 2. April durften die frischgebackenen Jungjägerinnen und Jungjäger im Gasthaus Maassmann feierlich ihre Jägerbriefe entgegennehmen. Die feierliche Begrüßung sowie die Übergabe der Jägerbriefe erfolgten durch den Kreisjägermeister Martin Meyer Lührmann und die erste Vorsitzende der Jägerschaft Bersenbrück, Silke Plog. Beide richteten dabei auch eindringliche Worte an die neuen Jägerinnen und Jäger: Mit dem bestandenen Jagdschein sei zwar ein wichtiger Meilenstein erreicht, doch der Weg des Lernens gehe stetig weiter, um stets waidgerecht zu handeln. Ein herzlicher Dank geht an das Ausbilderteam der Naturschutzvereinigung Osnabrücker Nordland, die im Rahmen der Jagdschule Bersenbrück die Ausbildung übernommen haben. Ein besonderer Dank gilt dabei Burkhard Stegemann, der seinen 30 zigsten Ausbildungskurs absolvierte. Für einen würdigen Abschluss sorgten die Jagdhornbläser aus den Hegeringen Engter und Bramsche: Mit insgesamt 28 Hörnern wurden verschiedene Signale geblasen und die neuen Jägerinnen und Jäger feierlich in die Gemeinschaft aufgenommen. Wir freuen uns auf eine gemeinsame jagdliche Zukunft und wünschen allen Jungjägerinnen und Jungjägern stets ein kräftiges Waidmannsheil! 🌿