Erste Rehkitze gesetzt: Jägerschaften veröffentlichen aktuelle Kontaktliste zur Rehkitzrettung vor Beginn der Mähsaison

Die ersten Rehkitze sind bereits gesetzt – und mit dem Beginn der anstehenden Mähsaison appellieren die Jägerschaften im Landkreis Osnabrück an Landwirtinnen und Landwirte, Lohnunternehmer sowie Flächenbewirtschafter, geplante Mahdtermine frühzeitig zu melden, um Rehkitze vor dem Mähtod zu bewahren.

Gerade in den kommenden Wochen setzen Rehgeißen ihre Kitze bevorzugt in hohem Gras und dichtem Aufwuchs ab – also genau dort, wo in Kürze gemäht wird. Aufgrund ihres natürlichen Drückinstinkts fliehen junge Rehkitze bei Gefahr nicht, sondern bleiben regungslos liegen. Ohne vorherige Suche geraten sie so häufig in die Mähwerke – mit oft tödlichen Folgen.


Moderne Technik rettet Leben


Im gesamten Landkreis Osnabrück sind zahlreiche ehrenamtliche Drohnenpilotinnen und -piloten mit Wärmebildtechnik im Einsatz, um Wiesen und Futterflächen vor der Mahd in den frühen Morgenstunden abzusuchen. Unterstützt werden sie von engagierten Helferinnen und Helfern aus Jägerschaft, Landwirtschaft und Naturschutz.  


Die Rehkitzrettung ist heute ein erfolgreiches Beispiel für praktizierten Artenschutz durch Zusammenarbeit. Allein durch den Einsatz koordinierter Suchteams und moderner Drohnentechnik können jedes Jahr zahlreiche Wildtiere vor Verletzung oder Tod bewahrt werden.


Frühzeitige Meldung ist entscheidend


Damit Einsätze geplant werden können, bitten die Jägerschaften darum, Mähtermine möglichst 24 bis 48 Stunden vor der Mahd anzukündigen. Nur so können Drohnenteams koordiniert und Suchflüge rechtzeitig organisiert werden.


„Rehkitzrettung funktioniert nur gemeinsam. Je früher wir von geplanten Mahdterminen erfahren, desto größer ist die Chance, Tiere rechtzeitig zu sichern“, betonen die Verantwortlichen der Jägerschaften.


Aktuelle Kontaktliste jetzt verfügbar


Parallel zum Saisonstart verweisen die Jägerschaften ausdrücklich auf die aktuelle Kontaktliste der Drohnenpilotinnen und -piloten für die Rehkitzrettung im gesamten Landkreis Osnabrück. Die Übersicht bündelt Ansprechpartner aus den Bereichen der

Jägerschaften Osnabrück-Land, Melle, Bersenbrück und Wittlage und soll insbesondere Landwirten, Lohnunternehmern und Flächenbewirtschaftern helfen, schnell den zuständigen Ansprechpartner vor Ort zu erreichen.


Die Kontaktliste ist ein zentrales Instrument für kurze Wege, schnelle Abstimmungen und eine wirksame Einsatzplanung vor der Mahd. Die Jägerschaften empfehlen ausdrücklich, diese Liste frühzeitig zu nutzen und geplante Mähtermine direkt mit den zuständigen Drohnenteams abzustimmen.


- Kontaktliste der Drohnenpiloten 2026 -


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Am 10. April 2026 fand im See- und Sporthotel in Ankum die diesjährige Jahreshauptversammlung der Jägerschaft Bersenbrück statt. Die 1. Vorsitzende Silke Plog eröffnete die Versammlung und begrüßte rund 250 Mitglieder sowie zahlreiche Ehrengäste. Begleitet wurde die Versammlung musikalisch durch die Jagdhornbläsergruppe des Hegering Neuenkirchen. Sehr erfreulich war hier die Beteiligung vieler Jugendlicher, so dass die Gruppe mit über 20 Bläsern teilnahm. Grußworte der Ehrengäste Der Bürgermeister der Gemeinde Ankum hob die gute Zusammenarbeit mit der Jägerschaft hervor – insbesondere im Hinblick auf die Gänseproblematik am Ankumer See und an den Gewässern herum. Landrätin Anna Kebschull zeigte sich beeindruckt vom Engagement der Jägerinnen und Jäger: Die ehrenamtliche Arbeit sei „eine wichtige Aufgabe, die in der Gesellschaft häufig nicht gesehen wird“. Gleichzeitig bat sie um Verständnis, wenn Entscheidungen im Kreishaus aufgrund verschiedener Interessenlagen manchmal mehr Zeit benötigen – betonte jedoch, dass im Landkreis stets gut abgewogene Lösungen gefunden würden. Auch Christian Calderone und Lutz Brinkmann richteten Worte an die Versammlung. Jahresbericht der Vorsitzenden In ihrem Bericht stellte Silke Plog die Bedeutung der Jagd-Ethik in den Mittelpunkt. Jede Jägerin und jeder Jäger trage Verantwortung – insbesondere als Vorbild innerhalb und außerhalb der Jagdgemeinschaft. Streckenbericht des Kreisjägermeisters Der jährliche Streckenbericht bot erneut spannende Einblicke in die Tierwelt des Osnabrücker Nordkreises: Hase: Der Bestand entwickelt sich erfreulich positiv; Myxomatose-Fälle spielen in der Region kaum eine Rolle. Nutria: Mit über 3.000 erlegten Nutria wurde eine Rekordstrecke erreicht – sehr zur Freude des Wasserverbandes, da diese invasive Art weiterhin massive Schäden an Deichen, Gräben und Wegen verursacht. Waschbär: Die Strecke hat sich im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. Trotz ihres harmlosen Erscheinungsbildes stellen Waschbären eine erhebliche Gefahr für heimische Vogelarten und Bodenbrüter dar und besitzen keine natürlichen Feinde. Finanzen und Entlastung des Vorstandes Schatzmeisterin Anke Specht stellte die vielfältigen Naturschutzprojekte vor, die über die Kreisjägerschaft finanziert werden. Die Kassenprüfer bestätigten eine einwandfreie Kassenführung, woraufhin der Vorstand einstimmig entlastet wurde. Beitragserhöhung der Landesjägerschaft Niedersachsen Mit Spannung erwartet wurde der Bericht eines Vertreters der Landesjägerschaft, der die geplante Beitragserhöhung der LJN erläuterte. Die Pläne hatten im Vorfeld für Diskussionen gesorgt. Nach ausführlicher Begründung wurde die Erhöhung mit deutlich großer Mehrheit beschlossen. Ehrung für besondere Verdienste Für sein langjähriges Engagement und seine besonderen Verdienste um die Jagd wurde Heiner Osterloh aus Badbergen Grönloh feierlich geehrt. Besondere Abschüsse waren in diesem Jahr Stärkster Damhirsch: Henrik Wilke Lütke (Berge) Stärkster Bock: Hartwig Sudhaus Middendorf (Badbergen) Abnormer Bock: Helmut Lange (Balkum) Alte Böcke: Heinrich Stolte (Grafeld) und Henrik Schmiemann (Berge)
von Klaus Overbeck • 3. April 2026
Die Jägerschaft Bersenbrück gratuliert herzlich zur bestandenen Jägerprüfung! Bereits am 23. Oktober 2025 fiel beim Infoabend der Startschuss für den diesjährigen Kurs. Über ein halbes Jahr hinweg trafen sich die Jagdscheinanwärter/innen zweimal wöchentlich, um sich intensiv auf die Prüfungen vorzubereiten. Neben umfangreicher Theorie standen auch Schießfertigkeiten und viele weitere Fachgebiete auf dem Programm. Die Ausbildung umfasste dabei ein breites Spektrum jagdlicher Inhalte – von Wildbiologie, Naturschutz und Jagdpraxis über Waffenrecht und Unfallverhütung bis hin zu Jagdhundewesen und Jagdbetrieb. Entsprechend vielseitig gestaltete sich auch die Prüfung, die aus einer Schießprüfung, einem schriftlichen Teil sowie einer mündlich-praktischen Prüfung besteht. Im Januar wurde die Schießprüfung abgelegt. In der Karwoche folgten schließlich die schriftlich und mündlichen Prüfungen. Am Abend des 2. April durften die frischgebackenen Jungjägerinnen und Jungjäger im Gasthaus Maassmann feierlich ihre Jägerbriefe entgegennehmen. Die feierliche Begrüßung sowie die Übergabe der Jägerbriefe erfolgten durch den Kreisjägermeister Martin Meyer Lührmann und die erste Vorsitzende der Jägerschaft Bersenbrück, Silke Plog. Beide richteten dabei auch eindringliche Worte an die neuen Jägerinnen und Jäger: Mit dem bestandenen Jagdschein sei zwar ein wichtiger Meilenstein erreicht, doch der Weg des Lernens gehe stetig weiter, um stets waidgerecht zu handeln. Ein herzlicher Dank geht an das Ausbilderteam der Naturschutzvereinigung Osnabrücker Nordland, die im Rahmen der Jagdschule Bersenbrück die Ausbildung übernommen haben. Ein besonderer Dank gilt dabei Burkhard Stegemann, der seinen 30 zigsten Ausbildungskurs absolvierte. Für einen würdigen Abschluss sorgten die Jagdhornbläser aus den Hegeringen Engter und Bramsche: Mit insgesamt 28 Hörnern wurden verschiedene Signale geblasen und die neuen Jägerinnen und Jäger feierlich in die Gemeinschaft aufgenommen. Wir freuen uns auf eine gemeinsame jagdliche Zukunft und wünschen allen Jungjägerinnen und Jungjägern stets ein kräftiges Waidmannsheil! 🌿