Ferienspaßaktion des HR Bersenbrück – Gehrde

Jägerschaft Bersenbrück / Hegering Bersenbrück – Gehrde / Revier Hastrup
Am 26. Juli 2025 wurde in Hastrup bei Bersenbrück die Ferienspaßaktion des HR Bersenbrück – Gehrde durchgeführt. Hierzu fanden sich bei strahlendem Sonnenschein 26 Kinder im Alter von 6 bis 11 Jahren, sowie 14 Eltern und Großeltern auf dem Hof Busch ein.
Der stellvertr. HL Andreas Busch begrüßte alle Teilnehmer, hieß sie im Namen des Vorstandes recht herzlich willkommen und stellte den Ablauf des Nachmittags und die Referenten vor.
Zu Beginn gab der Förster d.D. Hermann Böhnisch, bei einem Revierganges Erläuterungen zur Flora und Fauna ab, die man überall wieder findet. Durch gezielte Fragen an die Jüngeren Teilnehmer, kam ein munteres miteinander zu Stande, bei dem auch manch überraschende Antwort zu Tage kam. So erhielt man Informationen von Baumarten und Grundlagen des Waldes, sowie vom Kreislauf der Tier und Pflanzenwelt, so entstand ein reger Austausch zwischen den Kinder und dem Förster.
Mit großen Augen kamen Kinder und Erwachsene zum Nächsten Stand von dem man viel gehört, jedoch nie richtig Kontakt hatte bis zu diesem Tag. Unter Leitung von Freya Dierkes wurde das Kitzrettungsteam des Hegering und dessen Aufgaben vorgestellt. Mit Spannung verfolgten die Zuhörer die Darbietung der Drohne. Auf einem großen Bildschirm, der zur Suche der Rehkitze benutzt wird, konnte Groß und Klein die Kitzsuche in Echtzeit miterleben. So erfuhr der Teilnehmer das zusätzlich zum Rehkitz auch Gelege von Enten, Fasanen und Rebhühner, wie auch Junghasen vor der Mahd aus der Gründüngung entnommen und gerettet werden. Da das Gras bis zu einem Meter hoch steht, muss die Drohne mit einer Wärmebildkamera ausgerüstet sein. Um dieses effektiv zu nutzen, ist die beste Einsatzzeit ab Morgens um 4.00 Uhr. Die Aufgabe des Kitzrettungsteam liegt darin die Tiere direkt zu retten, aber auch indirekt sind Tiere durch verunreinigtes Futter aus der Mahd betroffen. Hier kann es zur Borreliose kommen, durch die Tiere auch verenden können.
Durch eine Stärkung in Form von Erfrischungsgetränken und zuckerhaltigen Nahrungsmitteln in Form von Süßigkeiten bekamen alle neue Energie für die zwei Hälfte des Nachmittags, um sich auch dort noch konzentrieren zu können.
Ein Referat über 90 Kreaturen der einheimischen Tierwelt wurde von Andreas Busch gehalten. Mit der mobilen, heimischen Tierwelt - Ausstellung der Jägerschaft Bersenbrück wurden die schon zuvor gesammelten Kenntnisse genutzt, um über die verschiedenen Lebensräume die Bewohner von Feld und Flur zu bestimmen. Hilfreich waren hier die gezielten Fragen und Erläuterungen des HL, sodass die Antworten der Kinder fast immer richtig waren. Am Ende wurde die Symbiose, verschiedener Tier- und Pflanzenarten und ihrem gegenseitigen Nutzen und das Verständnis dafür vermittelt.
Zum Abschluss bekamen die Kinder eine Urkunde sowie Lehrmaterial, um gesammelten Erkenntnisse zu Hause zu vertiefen und sich an den schönen Nachmittag in der Natur zu erinnern.
Andreas Busch bedankte sich bei allen Teilnehmern und Helfern für den gelungenen Nachmittag.

Am 10. April 2026 fand im See- und Sporthotel in Ankum die diesjährige Jahreshauptversammlung der Jägerschaft Bersenbrück statt. Die 1. Vorsitzende Silke Plog eröffnete die Versammlung und begrüßte rund 250 Mitglieder sowie zahlreiche Ehrengäste. Begleitet wurde die Versammlung musikalisch durch die Jagdhornbläsergruppe des Hegering Neuenkirchen. Sehr erfreulich war hier die Beteiligung vieler Jugendlicher, so dass die Gruppe mit über 20 Bläsern teilnahm. Grußworte der Ehrengäste Der Bürgermeister der Gemeinde Ankum hob die gute Zusammenarbeit mit der Jägerschaft hervor – insbesondere im Hinblick auf die Gänseproblematik am Ankumer See und an den Gewässern herum. Landrätin Anna Kebschull zeigte sich beeindruckt vom Engagement der Jägerinnen und Jäger: Die ehrenamtliche Arbeit sei „eine wichtige Aufgabe, die in der Gesellschaft häufig nicht gesehen wird“. Gleichzeitig bat sie um Verständnis, wenn Entscheidungen im Kreishaus aufgrund verschiedener Interessenlagen manchmal mehr Zeit benötigen – betonte jedoch, dass im Landkreis stets gut abgewogene Lösungen gefunden würden. Auch Christian Calderone und Lutz Brinkmann richteten Worte an die Versammlung. Jahresbericht der Vorsitzenden In ihrem Bericht stellte Silke Plog die Bedeutung der Jagd-Ethik in den Mittelpunkt. Jede Jägerin und jeder Jäger trage Verantwortung – insbesondere als Vorbild innerhalb und außerhalb der Jagdgemeinschaft. Streckenbericht des Kreisjägermeisters Der jährliche Streckenbericht bot erneut spannende Einblicke in die Tierwelt des Osnabrücker Nordkreises: Hase: Der Bestand entwickelt sich erfreulich positiv; Myxomatose-Fälle spielen in der Region kaum eine Rolle. Nutria: Mit über 3.000 erlegten Nutria wurde eine Rekordstrecke erreicht – sehr zur Freude des Wasserverbandes, da diese invasive Art weiterhin massive Schäden an Deichen, Gräben und Wegen verursacht. Waschbär: Die Strecke hat sich im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. Trotz ihres harmlosen Erscheinungsbildes stellen Waschbären eine erhebliche Gefahr für heimische Vogelarten und Bodenbrüter dar und besitzen keine natürlichen Feinde. Finanzen und Entlastung des Vorstandes Schatzmeisterin Anke Specht stellte die vielfältigen Naturschutzprojekte vor, die über die Kreisjägerschaft finanziert werden. Die Kassenprüfer bestätigten eine einwandfreie Kassenführung, woraufhin der Vorstand einstimmig entlastet wurde. Beitragserhöhung der Landesjägerschaft Niedersachsen Mit Spannung erwartet wurde der Bericht eines Vertreters der Landesjägerschaft, der die geplante Beitragserhöhung der LJN erläuterte. Die Pläne hatten im Vorfeld für Diskussionen gesorgt. Nach ausführlicher Begründung wurde die Erhöhung mit deutlich großer Mehrheit beschlossen. Ehrung für besondere Verdienste Für sein langjähriges Engagement und seine besonderen Verdienste um die Jagd wurde Heiner Osterloh aus Badbergen Grönloh feierlich geehrt. Besondere Abschüsse waren in diesem Jahr Stärkster Damhirsch: Henrik Wilke Lütke (Berge) Stärkster Bock: Hartwig Sudhaus Middendorf (Badbergen) Abnormer Bock: Helmut Lange (Balkum) Alte Böcke: Heinrich Stolte (Grafeld) und Henrik Schmiemann (Berge)













